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Firefood – Garen auf Feuer und Glut

IMG 9630Die ursprünglichste Art der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer ist jene, die gänzlich ohne Hilfsmittel und Gargerätschaften auskommt. Nichts, was zwischen Feuer, Rauch und Hitze auf der einen und dem Gargut auf der anderen Seiten liegt. Ein Kochgestell über dem Herdfeuer und Asche neben der Glut reichen aus, um sich am Zauber des »Native-Cooking« vollends zu erfreuen. Detlef Stöcker befasst sich im dritten Teil unserer Reihe mit der hohen Kunst des Garens am Feuer.

 

Nomadisch lebten unsere Altvorderen über viele Jahrtausende. Das, was sie mit sich führten, mussten sie tragen, Reit- und Lasttiere waren noch unbekannt. Der gesamte Hausstand wurde beim Weg übers Land mit sich geführt. Das setzte minimalistische Ausrüstung und funktionales Wissen voraus.
Für den dritten Teil der Firefood-Reihe sind die einzigen Zugeständnisse an die moderne Welt eine gusseiserne Feuerschale zum Schutz des Bodens und ein CampChef-Dreibein, das sich zu einem zweibeinigen Kochgestell mit Querstange umfunktionieren lässt. Es könnte unterwegs aber auch aus Stangenholz gefertigt werden. Dazu brauchen wir noch etwas unbehandelten Eisendraht, den wir aber auch durch Birkenbast oder festes, unbehandeltes Garn ersetzen könnten, wobei dann auf die Tragfähigkeit des Materials geachtet werden muss.

Feuerstelle und Kochfeuer

IMG 9602Um ein ordentliches Kochfeuer anzulegen, entfachen wir ein Feuer aus dünnen Zweigen oder gut aufgespaltetem Holz, das wir, nachdem es brennt, allmählich und mit Muse mit dickerem Holz nachlegen. Nach etwa einer Stunde »genährtem« Feuer legen wir gut armdicke Scheite auf, die sich danach in kohlende Stücke verschwelen. Diese brauchen wir später für die Glut.

Wir beginnen mit dem Garen, indem wir eine etwa zwei Stunden brennende Feuerstelle zum Kochfeuer umschichten. Aus dem lodernden Feuer wird seitlich die Glut herausgezogen und ferner die Asche neben die Glut geschichtet. So erhalten wir eine dreigliedrige Feueraufteilung, die wir dann zum Kochen verwenden.

Während des Kochens wird auf der lodernden Seite immer wieder Holz nachgelegt, um immer weiter ausreichend neue Glut zu bekommen. Nach dem Garen, beim Essen und für den weiteren Verlauf des Abends lassen wir die Feuerstelle nach Belieben als Lagerfeuer weiterbrennen. So entwickelt sich die echte Lagerfeuerromantik, die bei den allermeisten Menschen eine besondere Behaglichkeit erzeugt – ein Relikt unserer Vorfahren in unseren modernen Zeiten.

Den kompletten Artikel können Sie in der Ausgabe 04/2013 des kajak Magazins lesen.

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