Aktuelle Ausgabe

Profikajaking im Windschatten des Surfens

Es gibt verschiedene Arten des Kajakfahrens, doch alle Formen haben eines gemeinsam: unglaublichen Spaß. Keine andere Wassersportart kann Menschen so viel Freiheit und Abenteuer bieten. So kann man sich aussuchen, ob man Kajaking auf einem stillen See betreibt und an verborgene Ecken kommen möchte oder in einem wilden Bach die Strömungen nutzt oder gar einen Wasserfall herunterfahren will.

Bild: Pixabay

Die Grundlagen für einen großen Massensport sind gegeben

Schon 1924 wurde der Internationale Kanuverband (ICF) gegründet, der als Dachverband alle möglichen internationalen Kanuturniere organisiert. Davon gibt es reichlich, da es natürlich verschiedene Kanudisziplinen wie den Kanurennsport, Wildwasserrennsport oder den Kanuslalom gibt. Jährlich finden Turniere statt, wie die von Juni bis September andauernde Weltmeisterschaft im Kanuslalom. Diese wird über fünf Rennen hinweg abgehalten, von denen die beiden letzten im September entschieden werden. In der aktuellen Kanuslalom-WM 2018 schaffte der deutsche Sideris Tasiadis es, zwei von drei Rennen zu gewinnen und Gold zu holen. Trotz dieses Erfolges blieb die öffentliche Wahrnehmung in Deutschland sehr gering. Dies ist auch auf die Medienaufmerksamkeit zurückzuführen, die insgesamt sehr schwach ausfällt. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit steht das Profi-Paddelns im Windschatten der Wassersportkonkurrenz der Surfer.

Warum Surfing die Krone des Wassersports trägt

Schaut man sich die beliebtesten Wassersportarten an, dann steht das Surfen an der Spitze. Der Sport erlebte einen großen Popularitätsschub, als Sportler ihn in den 1950er-Jahren in Amerika für sich entdeckten. Hier dient ein Surfbrett als Grundlage der gesamten Sportart. Der Spannungsfaktor hierbei entsteht dadurch sich nicht von den Wellen kontrollieren zu lassen, sondern die Wellen selber zu kontrollieren. Die Krone unter den Wassersportarten erhält das Surfen allerdings durch sein einfaches aber zugleich komplexes System. Die Regeln und der Sport selber sind leicht erlernbar, aber nicht so einfach zu meistern. Das ist ähnlich wie beim Fußball, der diesem Faktor auch seine Beliebtheit verdankt. Dadurch wird der Sport auch für Zuschauer und Fans interessant, weshalb die mediale Wahrnehmung steigt und Unternehmen und Sponsoren sich ebenfalls stärker dafür interessieren. Hierzu zählen auch die Buchmacher, die Wettquoten auf verschiedenste Events anbieten. So gibt es die Mr Green App, bei der man die Siegeschancen der WSL-Meisterschaften im Surfing verfolgen kann. Ein weiterer Aspekt für den Erfolg des Surfings ist das Ambiente. Die Meisterschaften finden an sonnigen und beliebten Stränden in Australien, Südafrika, den USA, Brasilien und anderen Ländern statt.

Bild: Pixabay

Kajaking und Surfing im Vergleich

Surfer können im Grunde nur an Meeresküsten mit genügend Wellenbildung ins Wasser gehen. Hinzu kommt, dass die Wellenbildung auch stark von dem Wetter abhängig ist, weshalb Surfer sehr von der MSW Surf Forecast App profitieren können, um genaue Angaben über Luft- und Wassertemperaturen, Surfhöhe, Periode und Richtung zu erhalten. Genau solche Analysen werden auch vor WSL-Turnieren vorgenommen, obwohl die gängigen Strände hier über zuverlässige Bedingungen verfügen. Kajaking hingegen bietet im Grunde viel mehr Abwechslung und Vielfalt als das Surfen. So kann man auf ruhigen oder wilden Gewässern fahren.

 

 

 

 

Share